Jahr für Jahr: Wenn das Vergangene dem Kommenden Raum gibt.

Jahr für Jahr bewegen wir uns «zwischen den Jahren» durch Tage, die von besonderen Atmosphären getragen sind. Wenn rund um den Jahresübergang das Vergangene noch in naher Erinnerung und das Kommende schon spürbar ist, nehmen sich viele bewusst Zeit zur inneren Sammlung; zum Reflektieren und Visionieren: Was lasse ich los? Was möchte ich erhalten? Was möchte ich anders gestalten?
Das sind Fragen, die auch viele unternehmerische Familien in der Nachfolge bewegen und uns in der Begleitung dieser Prozesse immer wieder begegnen. In diesen Tagen beschäftigen sie uns auch selbst, als Werkraumgemeinschaft von FUTUN – im Rückblick auf das, was wir im vergangenen Jahr 2025 entwickelt haben, und Ausblick auf das, was 2026 auf uns zukommen wird.
Was uns in diesem letzten Jahr bewegt hat? In den ersten Monaten des Jahres durften wir in verschiedenen Räumen – in geschriebenen, gesprochenen und moderierenden Worten – von unserem Tun erzählen. Im Sommer kam erstmals der FUTUN:Beiratim digitalen Raum zusammen. In Verbindung damit nahmen wir uns auch als FUTUN:Werkraumgemeinschaft in Zürich zwei Tage Zeit zum Begegnen, gegenseitigen Erzählen und gemeinsamen weiterentwickeln. Im Herbst war es dann soweit: FUTUN ist seit September offiziell «B Corp» zertifiziert. Im Winter gab es wieder Räume zum Erzählen, bspw. Dr. Marcel Megerle über Verantwortung in Familienunternehmen in seinem ersten Podcastgespräch. All‘ diese Ereignisse sind Ausdruck dessen, wofür wir als FUTUN stehen: Generationendienlichkeit – als etwas, was weit über den Begriff allein hinaus geht und gelebte Realität wird. In diesem vibrierenden Umfeld durften wir darüber hinaus mit brand eins das «AKW» (Agentur für konstruktive Wirtschaft) als Gründungspartner und -beirat mitgestalten und freuen uns auf die gemeinsamen «Kraftwerke» im nächsten Jahr im Sinne von «Update Capitalism».
Im Reflektieren des eigenen letzten Jahres lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Das «Family Barometer 2025» von Julius Baer zeigt bspw. wieder, was vermögende Familien weltweit bewegt. Die Studienergebnisse spiegeln in großen Teilen wider, was auch uns begegnet: Nachfolgeplanung erscheint vielen als wichtiges wie herausforderndes Vorhaben. Dabei geht es inzwischen um vielmehr als die reine Übergabe von Vermögen oder Unternehmen. Es geht auch um «Legacy», um Vermächtnis, und die Frage, was davon über einen selbst hinaus bleiben wird. Viele Familien wollen nicht nur Strukturen schaffen, sondern Identität stiften, Werte verankern und Sinn über Generationen hinweg bewahren. Das Thema Werte und deren Kultur beschäftigte uns auch im Aufbau und Vermitteln von Family Office-Strukturen für unsere Mandantenfamilien. In unserem Verständnis dieser Organisationsformen – oder «Familienkulturbüros», wie wir sie nennen – spielen die verschiedenen Kapitalarten der Familienwerte eine zentrale Rolle. Ein Videoimpuls zu einer Kapitalart, dem «spirituellen Kapital», hat uns in der Besprechbarkeit unsere Gedanken weiter wach und lebendig halten lassen.
In einer Welt, die von vielschichtigen Unsicherheiten geprägt ist, überrascht dieses Streben nach neuen Formen von Stabilität kaum. Viele Familien fragen sich, wie sie in unserer Welt, die immer unvorhersehbarer wird, Resilienz entwickeln. Insbesondere dann, wenn sich in Nachfolgeprozessen oft auch das eigene Unternehmen und Vermögen selbst inmitten von Unsicherheiten bewegen.
Damit diese Übergänge gelingen und wir sie nicht als Bruch, sondern vielmehr als Übergang erleben, brauchen sie Raum. Diesen Raum werden wir auch im neuen Jahr unternehmerischen Familien geben. Damit sich in diesen Phasen der intensiven Veränderung das entwickeln und entfalten kann, was so viel Bestehendes weiterträgt und Neues integriert, wie es für einen guten Übergang notwendig ist.
Im Sinne unseres Werkraums haben wir neben der strategischen Kernkompetenzkonzentration «Nachfolgebegleitung und Aufbau von Family Office Strukturen» auch vielseitige Projekte für unsere unternehmerischen Familien geplant: Von einer regenerativen Gesellschafterqualifizierungskompetenz-Akademie, einer Studie zu Narrativen nächster unternehmerischer Familien, einem exklusiven Begegnungskreis unserer Mandantenfamilien und einem Werkpostversand bis hin zu verschiedenen Publikationen und unkonventionellen Begegnungsformaten ... lassen Sie uns gemeinsam staunen und vertrauen!
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen einen guten Übergang in‘s neue Jahr. Ein Jahr, in dem das Alte dem Neuen bestärkend Platz einräumt – und das Neue dem Alten in Demut begegnet.
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